Die Bewegung der nachhaltigen Mode lebt vom Mitmachen. Je mehr Menschen sich dazu entscheiden, beim Kauf ihrer Kleidung darauf zu achten, woher diese stammt und woraus sie besteht, desto besser. Derzeit findet eine Art weltweites Erwachen statt. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über den Sinn der Nachhaltigkeit. Und es ist kein plötzliches Erwachen, sondern eine Art Dämmerzustand, der sich über viele Jahrzehnte hinweggezogen hat. Denn die Tatsache, dass bei der Herstellung und dem Vertrieb eines Großteils der angebotenen Modeartikel Verfahrensweisen angewandt werden, die alles andere als ethisch oder moralisch vertretbar sind, ist weitläufig bekannt, und das seit mehreren Dekaden.

Mit anderen Worten: Man hat einfach abgewartet, bis die ersten Wellen der Empörung abgeflaut waren, und sich anschließend wieder dem politischen und wirtschaftlichen Tagesgeschäft zugewandt. Die Menschen brauchen Kleidung und die sollen sie bekommen. Dass dabei auch Menschen zu Schaden kommen und die Erde dauerhaft verpestet und zerstört wird, hat man hingenommen. Nur die wenigsten haben sich über das Zustandekommen der Verwertungskette geschert. So hat sich das Bild der „modernen“ Überfluss- und Wegwerfgesellschaft geprägt, die der Industrialisierung entsprungen ist.

Doch die Zeiten des Wegschauens und der systematischen Ignoranz sind vorbei. Durch die heutigen technischen Möglichkeiten im Bereich der Berichterstattung und Kommunikation kann man fast jeden Menschen im letzten Winkel der Erde innerhalb von Sekunden informieren. Ein weiterer Unterschied zu früher ist, dass die Skandal-Bilder nicht mehr so leicht verschwinden, wenn sie erst einmal ihre Runde in den sozialen Medien machen.

Zudem findet die Bewusstseinswerdung im Bereich der Mode immer früher statt. Der Konsument von heute denkt an die Zukunft. Und die Modetrends der breiten Masse werden nicht mehr wie einst vorwiegend durch Modehäuser vorgegeben, sondern entstehen auch sehr häufig durch die Verbraucher selbst.

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